Freitag, 2. September 2016

02.09.16 Tour de France am Inle Lake

Oder besser gesagt Tour avec tres français. Oder so. Egal, heute hab ich super geschlafen und wachte um viertel acht auf. Ich checkte schnell das Internet und buchte ein Hostel für die letzten vier Nächte in Singapur. Für den Fall, dass das Wifi in Yangon wieder nicht geht. Dann gingen wir frühstücken wie gestern und kurz an den Pool. Um halb elf trafen wir, die drei Franzosen und ich und mit Benjamin und mieteten uns Räder. Alte Klapperkisten, die vermutlich seit 1979 nicht mehr hergestellt werden. Immerhin konnte ich meinem drei unterschiedliche Gänge rausleihern, zumindest wenn es gerade Lust hatte. Wir starteten Richtung Westen, um dann Richtung Süden am See lang zu fahren. Wobei der ziemlich weit weg war. Viel zu sehen gabs nicht, ne hässliche Pagode mit tollem Ausblick,  ne etwas schönere, das wars. Das Highlight sollten heiße Quellen sein, aber die wollten 10 Dollar Eintritt. Und das ganze sah aus wie der Wellnessbereich eines Luxushotels,  aber nicht wie natürliche heiße Quellen.
Wir fuhren etwa 14km bis wir in einem Dorf Rast machten. Lunch für die anderen, Coke für mich. Leider kein Saft. Aber ich verdaute immer noch das riesige Frühstück... Danach "verschifften" wir die Räder und uns und setzten auf die andere Seite des Sees über. Dort fuhren wir wieder Richtung Nyaung Shwe. Zwischenziel war das Red Mountain Estade Vineyard. Ein Weingut mit tollem Blick auf den See. Wir wollten also die Aussicht genießen und gleichzeitig Wein verkosten. Letzte Woche hatte das wohl noch 3000 Kyat gekostet, jetzt 5000. War nämlich jetzt Brot und Käse inklusive. Kennt ihr diesen super guten Wein aus Myanmar? Nicht? Hm, gibts nämlich auch nicht! Hätten wir die knapp 4€ Mal lieber in Bier angelegt. Der erste schmeckte ziemlich chemisch, der zweite war trinkbar, der dritte war rot und igitt, der vierte wieder erträglich. Dazu kam, dass wir nur nach Farbe sortiert zwei Weingläser bekamen, es wurde nachgeschenkt. Ach ja, der Käse war ganz ok, jeder bekam 4 ca. 1 Kubikzentimeter Würfel, dazu eine leckere Scheibe ungetoasteten Toast. Zeit für ein Pemabrot aus meinem Rucksack.
Nach dem Highlight des Tages gings zurück nach Nyaung Shwe. Ich fuhr noch etwas weiter, cachen. Ziel war ein unauffälliges Kloster, hätte ich nie gefunden. Dort gibts nur drei Mönche. Als ich ankam, begrüßte mich einer von ihnen sehr freundlich und führte mich nach innen. Ich durfte mich setzen und bekam dann Bananen serviert, er bestand darauf, dass ich sie essen sollte. Dann unterhielten wir uns einige Zeit. Er war 77 Jahre alt und seit 57 Jahren Mönch. War relativ schwer zu verstehen, aber er wusste sehr viel über Deutschland und war stolz davon zu erzählen. Ein wirklich beeindruckender Mann. Er wollte auch Fotos machen und sah sie dann ganz begeistert auf meinem Handy an. Das fand er auch toll. Fast traute ich mich nicht, ihn auf den Cache anzusprechen. Aber ich wusste, dass der direkt auf dem Altar steht und nach unserer Unterhaltung durfte ich mir auch alles ansehen. Er war richtig begeistert, als er hörte, dass ich das Kloster wegen dem Cache gefunden habe. Dann zeigte er mir noch einige Fotos, die andere Touris ihm geschickt hatgen, stolz wie Oskar! Zum Abschied warf ich was in die Donation Box und er zwang mir quasi die restlichen Bananen auf.
Ich radelte zurück, buchte mein Busticket für morgen, brachte das Rad zurück und ging zum Pool. Gerade mal 2,50$ teurer als die Hot Springs, aber inkl. Bett und Frühstück :-) Wir verabschiedeten uns von Emilie und Vincent, die mit dem Nachtbus weiterfuhren. Dann klingelte mein Handy, WhatsApp von fast höchster Stelle aus der Schule. Oh oh dachte ich, kann nix gutes sein. Aber dann: Möchtest du mit auf die Studienfahrt nach Barcelona kommen? Ja klar will ich! Heißt,  ich bin grad mal zwei Tage daheim und Dienstag Nachmittag gehts nochmal ne Woche nach Spanien, so kann das Schuljahr weitergehen. Gut, auch knapp 60 Schüler sind dabei, aber da darf man nicht so kleinlich sein...
Mit diesen freudigen Nachrichten gings in die Dusche und dann mit dem verbliebenen Rest unserer Gruppe, also Chloé, Benjamin, Natalia und Pedro zum Abendessen. Lecker, eher Thai oder Chinesisch, dazu Mojito. Danach gings auf einen Absacker weiter, wurde bei mit ein Mousse au Chocolat...
Jetzt ist es halb elf und wir genießen die letzte Nacht in unsrem tollen Zimmer. Mal sehen, wann der nächste Blog kommt, vielleicht morgen bevor ich weiter fahre, sonst erst, wenn das Wifi wieder funktioniert...

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