Samstag, 20. August 2016

17.08.16 Ankunft in Myanmar

Heute früh weckten uns Muezzin und Wecker zeitgleich um sechs, schnell packen, Katzenwäsche und los gings. Nach kurzer Durststrecke schafften wir es, ein Taxi zum Halten zu bewegen und kamen schnell zum Busbahnhof, der noch völlig ausgestorben schien. Immerhin öffnete unser Ticketschalter gerade und Forni konnte mit Frühstück aus dem McDonalds ruhig gestellt werden. Um halb acht startete pünktlich der nicht mal so kalte Bus Richtung Singapur. An der malayischen Grenze gings raus und blitzschnell durch die Abfertigung. Dafür dauerte es bei der Einreise nach Singapur ewig. Vor allem die zwei direkt vor uns hatten wohl was falsch gemacht und anstatt sie zum Warten zurück zu schicken, ließ man sie am Schalter warten und alle anderen dahinter. Als wir dann gefühlt nach einer Ewigkeit wieder an unserem Bus waren, waren wir die ersten! Um halb eins oder so kamen wir dann im Zentrum an, in der Nähe von Fornis Hostel, dem Sleepy Kiwi, Schwesterhostel unseres ersten. Wir gingen in die Metrostation, wo wir eine letzte gemeinsame Cola trinken wollten. Und landeten in der Saladbox! Geiler Laden! Man kann aus zig Zutaten seinen Salat zusammenstellen und aus bestimmt 10 Dressings wählen. Lecker. Unsere Bäuche waren etwas verwirrt von der ungewohnten Nahrung, schrien sie doch nach ihrer Dosis Zucker und Fett...
Danach hieß es Abschied nehmen, Forni lief zum Hostel, ich fuhr mit der Metro zum Airport. Und mir bleibt wieder einmal nur, DANKE zu sagen für eine unbeschreiblich tolle Zeit! Wer sonst hält es jedes Jahr wieder mit mir und all meinen Macken aus :-) Ein Myanmarbier auf uns und auf hoffentlich noch viele ebenso tolle Urlaube! Vermiss dich jetzt schon, würde dir hier auch gefallen!
Ok, für mich gings also weiter zum Flughafen. Checkin ging nur am Schalter, lag am Visum und dem Rückflugticket, das ich vorzeigen musste. War aber null Schlange und so saß ich kurz darauf um einen Rucksack leichter bei einem Cafe Latte. Immerhin musste ich noch knapp drei Stunden totschlagen. Der Übergang zum Burger King war fließend, aber in meinem Billogflieger gabs Essen nur gegen Kohle... Das Boarding zusammen mit Security-Check war mal wieder besonders unterhaltsam (Securitytyp, der die Stühle davor sperrte, dann öffnete, dann wieder sperrte, damit die Schlange Platz hatte. Diese wurde durch ein Absperrband unterteilt. Dahinter durfte nur die Schlange, aber die musste ganz am Rand stehen, um den Raum nicht zu blockieren. Der aber ja für alle anderen gesperrt war. Geil! Ich saß mit meinem Kindle daneben am Boden und versuchte nicht zu lachen...)
Mit fast einer Stunde Verspätung startete dann der Flieger Richtung Yangon. Und es gab echt nicht mal ein Wasser ohne zu zahlen! Zum Glück hatte ich an einem der Wasserspender vorher noch gezapft. Seit langem hatte ich mal wieder einen Fensterplatz. Um 7 Uhr Ortszeit (4,5 Stunden vor Deutschland, 1,5h nach Singapur, wer auch immer sich das ausgedacht hat) landeten wir. Ich hatte noch die Visumschlange aus Vietnam vor Augen , aber es ging voll schnell mit meinem E-Visum. Das lässt sich voll unkompliziert online in wenigen Tagen beantragen und mit dem Ausdruck in der Hand gabs einfach einen Stempel in den Pass. Bisher hab ich für den Urlaub erst gut eine Seite im Pass gebraucht,  die wissen wohl, dass ich mit dem in den nächsten 10 Jahren noch so einiges vorhabe... Der nächste Punkt hieß Geld und schon der erste ATM spuckte brav knapp 200 Euro in kleinen nicht nummerierten Scheinen aus. Da hatte ich schon ein wenig Schiss, denn Geldautomaten gibts hier erst ein paar Jahre. Wobei ich zur Not noch etwas von Karsten hatte. Der Rucksack brauchte etwas, irgendwann war ich aber startklar. Vor der Tür schnappte ich mir den ersten Taxifahrer - oder er mich, wie auch immer und für 10000 Kyat, etwa 7,50 € fuhr er mich ne halbe Stunde zum Hostel. Er kannte es! Auf der Fahrt war ich etwas irritiert. Vielleicht lags an meiner Rechts-Links-Schwäche. Dann checkte ich es, die fahren hier rechts! Hat ganz schön gedauert. War aber immer noch komisch. Etwas später die nächste Erkenntnis: Die Fahrer sitzen auch rechts! Hab ich noch so gesehen!
Im Hostel angekommen kam schon ein Typ raus und trug mir den Rucksack rein. An der Rezeption wurde ich mit Vornamen begrüßt,  man wartete schon auf mich, und ich bekam einen Begrüßungs-Osaft! Das Mädel an der Rezeption war wahnsinnig freundlich und der Typ trug mir den Rucksack zum Zimmer. Ohne ein Trinkgeld zu erwarten. Das Hostel für 10 Euro die Nacht ist echt toll! Bin in einem 8er Dorm. Die Stockbetten sind sehr hoch mit viel Platz. Drunter ist ein abschließbares Fach für sehr viel Gepäck, das Bett hatt einen Vorhang, innen Lampe und verschiedene Steckdosen. Dazu exgrem sauber und kuschelige Bettwäsche. Hammer! Auch das Bad ist klasse und ich hab zwei Handtücher bekommen! Fühl mich wie im Hotel! Nur das Wlan ist zusammengebrochen,  aber ich durfte ohne Nachfragen den Computer der Rezeption für ein Lebenszeichen nutzen. Klasse,  hierher komme ich wieder!
Jetzt ist es halb zehn,  ich schreibe Blog und trinke mein erstes Bier, heißt  Myanmar. Dann gehts duschen und ins Bett. Bin platt. Und morgen muss ich ja auch noch das angebotene Frühstück mitnehmen. Gute Nacht!

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